„Was muss ich hier abgeben?“
Der Mitarbeiter kennt seine Aufgabe. Welche Vorgabe für Projekt und Leistungsphase gilt, ist offen.
Operative Systeme für IngenieureEin Mitarbeiter braucht eine Angabe. Derjenige, der sie beantworten kann, muss Vertrag, Planstand oder Vorlage erst selbst suchen. Währenddessen warten beide mit ihrer eigentlichen Arbeit.
Was dabei im Büro passiert„Was mich wahnsinnig macht: Die Frage an sich dauert 30 Sekunden. Aber bis ich die Antwort habe – weil ich erst nachschauen muss, was im Vertrag steht, welche Fassung aktuell ist, was der Architekt zuletzt geschickt hat – bin ich eine halbe Stunde weg. Und der Mitarbeiter steht die ganze Zeit daneben und wartet.“
Wenn ein Mitarbeiter wissen muss, was für seine konkrete Arbeitssituation gilt, sucht er: in Ordnern, beim Chef, bei Kollegen. Oder er rät. Das kostet Zeit, führt zu Fehlern – und später kann niemand nachweisen, auf welcher Grundlage entschieden wurde.
In Ingenieurbüros und Baufirmen gibt es Regelwerke, Richtlinien, Checklisten, Verfahrensanweisungen und Projektdetails. Sie liegen in verschiedenen Ordnern – oder im Kopf des Alten.
Der Mitarbeiter kennt seine Aufgabe. Welche Vorgabe für Projekt und Leistungsphase gilt, ist offen.
Im Laufwerk, in Mails und in Checklisten stehen Angaben. Ihre Gültigkeit lässt sich nicht sofort erkennen.
Kollegen diskutieren. Am Ende entscheidet der Projektleiter oder der Inhaber aus Erfahrung.
Der Fall ist geklärt. Für den nächsten Mitarbeiter ist die Klärung wieder nicht auffindbar.
Solange nur einzelne Personen wissen, welche Vorgabe gilt, müssen sie bei jeder ähnlichen Aufgabe erneut entscheiden. Ihre Arbeit wird unterbrochen. Die Arbeit des Fragenden wartet.
Gestaltete Demonstration mit erfundenen Vorgaben und Quellen. Keine Arbeitsanweisung für reale Projekte.